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Zur steuerlichen Absetzbarkeit von Ausbildungskosten

Man muss nicht gerade den neuen „alten“ Hemingway lesen,  der Paris zum Fest fürs Leben macht, um in wohlige Gedanken an unbeschwerte Studienzeiten oder ähnliches  zu verfallen. „ Take it easy , but take it“, ist bei mir schon etwas her, desto mehr empfinde ich die neue Rechtsentwicklung  im Bereich der Ausbildungskosten als ausgesprochen positiv.

Der Bundesfinanzhof in München hat mit 2 Urteilen  vom 28. Juli 2011 entschieden, dass Aufwendungen für eine erstmalige Berufsausbildung oder für ein im Anschluss an das Abitur durchgeführtes Studium nach geltender Rechtslage als Werbungskosten steuerlich anzuerkennen sein können.

Bislang war es nur möglich, die Aufwendungen für eine Erstausbildung im Rahmen der Sonderausgaben abzuziehen und das bis zu einem Maximalbetrag von € 4.000.

Für Studenten, Berufsschüler oder sonstige, sich in Ausbildung befindliche Steuerpflichtige, die den Fokus auf ihre Ausbildung richteten und nicht auf ihren Broterwerb, hatte dies zur Folge, dass die Aufwendungen für die Ausbildungskosten steuerlich meist ins Leere gingen, da die Aufwendungen nur mit Einnahmen des selben Jahres verrechenbar waren. Eine Übertragung der Aufwendungen in spätere  Jahre, in denen Einkünfte dann erzielt werden, kommt bei Sonderausgaben nicht in Betracht.

Es hieß:“Friss oder stirb, arbeite oder bilde dich aus.“

Die Änderung der Rechtsauffassung der Gerichte führt nun zu folgenden steuerlichen Veränderungen und Möglichkeiten:

Nach den o. g. BFH-Urteilen können Aufwendungen für die Erstausbildung unter den dort genannten Voraussetzungen als vorweggenommene Werbungkosten anerkannt werden. Werbungkosten sind steuersystematisch eine andere Kategorie als Sonderausgaben und ermöglichen eine andere steuerliche Handhabung:

  • Liegen Aufwendungen in Form von vorweggenommenen Werbungskosten vor aber kein oder nur geringes Einkommen, können diese Aufwendungen als Verlustvortrag in die Folgejahre transferiert werden und später in Jahren mit Einkünften steuerlich geltend gemacht werden, d. h. in diesen Jahren mindern Sie die Einkünfte und damit die Steuerbelastung des bis dahin ausgebildeten und eventuell gut verdienenden Steuerpflichtigen. Als Werbungkosten gehen diese Aufwendungen nicht im Jahr der Entstehung verloren, wenn keine Einnahmen vorliegen, wie es bei den Sonderausgaben der Fall ist.
  • Derzeit gibt es für die Aufwendungen für die erstmalige Berufsausbildung als vorweggenommene Werbungskosten keine betragliche Begrenzung nach oben, wie es bei den Sonderausgaben der Fall ist.

Wie die Finanzverwaltung sich zu diesen Urteilen stellt, bleibt abzuwarten. In einem ersten Schreiben vom 19. August 2011 teile das BMF u. a. mit, dass „das BMF nunmehr die gesetzgeberischen und verwaltungstechnischen Gestaltungsmöglichkeiten unter Berücksichtigung der Eckpunkte, die der BFH in seinem Urteil vorgegeben, prüft“.

Was immer das bedeuten mag. Sollte bei Ihnen die Ausbildung noch nicht so lange her sein oder sollten Ihre Kinder davon betroffen sein, lohnt sich eine Prüfung, ob die neue Rechtsprechung nicht auch für Sie von Vorteil ist. Ggf. ist auch ein schnelles Agieren nicht von Nachteil, falls doch der Gesetzgeber wieder bemüht wird, um Steuerausfälle zu verhindern.

Steuerberater Berlin Tiergarten

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